Einführung

Das Aufstellen von Systemen ist eine Möglichkeit, Beziehungsdynamiken innerhalb eines Systems wahrzunehmen, zu verstehen und gegebenenfalls zu verändern. Diese Arbeit kann in Gruppen und in Einzelarbeit durchgeführt werden.

Systeme setzen sich aus Elementen (z. B. Eltern und Kindern; Mitarbeiter und Auszubildende) zusammen, die zu einander in Beziehung stehen und dadurch auf einander einwirken. Dieses „Einwirken“ nennt man dann Beziehungsdynamik. Eine Aufstellung bietet die Möglichkeit, die Dynamik eines Systems aufzudecken. Die Arbeit an sich ist lösungsorientiert.

Als Überbegriff für alle Aufstellungsarten benutzt man den Begriff Systemaufstellungen. Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Krankheitsaufstellungen usw. sind Arten von Systemaufstellungen.

Der bekannteste Name, dem man begegnet, wenn man sich mit Systemaufstellungen/ Familienaufstellungen auseinander setzt, ist Bert Hellinger. Er hat diese Methode in Deutschland – und später auch in vielen anderen Ländern – bekannt gemacht. Hellinger entwickelte seine Form der Familienaufstellungen vor allem aus der in den 1980er Jahren aktuellen Therapieform „Familienskulpturen“ von Virginia Satir.

Ursprünglich sollte eine Methode entwickelt werden, in der man mit ganzen Familien direkt arbeiten konnte. In der Praxis war dies nicht immer möglich, da nicht alle notwendigen Beteiligten anwesend sein konnten oder wollten. An Stelle der „echten“ Familienmitglieder nahm man Stellvertreter aus den Reihen der Mitarbeiter. Zufällig wurde dabei das Prinzip der stellvertretenden Wahrnehmung entdeckt: Die Informationen, die nötig waren, um eine Lösung zu finden, wurde von den eingesetzten Mitarbeitern stellvertretend wahrgenommen.